Jusos aus der Region Osnabrück fordern ein Wildtierverbot in Zirkusbetrieben!

Die Jusos aus der Stadt Osnabrück und Jusos Osnabrück-Land sprechen sich gegen die Wildtierhaltung in Zirkusbetrieben aus. „Der Vorfall im Zirkus Krone bestätigt uns in unserer Haltung, dass Wildtiere im Zirkus nichts zu suchen haben“, so Melora Melone, stellvertretende Unterbezirksvorsitzende. „Wildtiere im Zirkus dienen rein dem Unterhaltungswert. Für die Shows werden die Tiere gefoltert und misshandelt, damit sie gehorchen. Dies sind für uns Bedingungen, unter denen kein Lebewesen auf der Erde leben sollte“, erläutert Felsch weiter.

Nicht nur die Misshandlung zum Gehorchen, sondern auch die Lebensbedingungen von Wildtieren im Zirkus sind für die Jungsozialist*innen nicht tragbar. „Ein Elefant der ein Laufbedürfnis von 80km oder mehr pro Tag hat, wird im Zirkusgehege eingesperrt und seiner Freiheit beraubt. Der Vorfall in Zirkus Krone zeigt uns, dass die Haltung von Wildtieren im Zirkus nicht natürlich ist und die Tiere sich unter solchen Bedingungen nicht wohlfühlen.“, kritisiert Eva Maresa Emons, stellvertretende Bezirksvorsitzende der Jusos Weser-Ems. „Das Tiger durch einen Ring aus Feuer springen müssen ist ebenfalls pure Folter. Selbst der Mensch traut sich sowas nicht zu. Dies dann von Tieren unter Qualen zu verlangen ist einfach unmenschlich. Gleichzeitig sind auch die Besucher*innen, wie bei diesem Vorfall, gefährdet und könnten verletzt werden.“, führt Emons aus.

„Wir Jusos in Osnabrück haben bereits im April 2015 den Vorstoß von UWG und Piraten begrüßt Wildtiere im Zirkus zu verbieten.“, so Timo Spreen, Vorsitzende der Jusos in Osnabrück. Daraufhin folgte ein Ratsbeschluss Ende 2015 der Wildtiere auf städtischen Flächen verbot. Dieser Beschluss wurde Ende letzten Jahres vom Stadtrat aufgehoben, da man die Zuständigkeit an den Bundesgesetzgeber abgeschoben hatte. „Wir bedauern diesen Entschluss und die fehlende Kreativität des Stadtrates. Es gibt durchaus Möglichkeiten, das Halten von Wildtieren in der Kommune zu verhindern oder zu erschweren. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Man muss ja nicht nur aus tierschutzrechtlicher Sicht argumentieren, sondern kann das Ganze auch aus Sicht der Sicherheit der Bürger*innen betrachten. Gerade nach dem Vorfall, sehen wir nun den Stadtrat in der Pflicht zu handeln, wenn die Bundespolitik dies schon nicht möchte.“, merkt Spreen, stellvertretender Landesvorsitzender der Jusos Niedersachsen kritisch an. Spreen fügt auch hinzu: „Bereits auf unserem Parteitag im Juni wurde ein Antrag von uns Jusos angenommen, der den Stadtrat dazu auffordert andere Maßnahmen zu ergreifen um das Halten von Wildtieren in Zirkusbetrieben auf Osnabrücker Flächen zu vermeiden.“

In Europa lassen nur wenige Länder Wildtiere in Zirkusbetrieben uneingeschränkt zu. Insgesamt haben 26 Länder aus Europa bestimmte oder alle Tiere im Zirkus verboten. „Das ausgerechnet Deutschland, in Sachen Wildtierverbot im Zirkus hinterher hängt ist traurig. Wir sollten ein Zeichen setzen und mit den anderen europäischen Ländern gleichziehen und Wildtiere in Zirkusbetrieben verbieten. Die Bundespolitik sollte endlich zeigen, dass ihr auch das Tierwohl wichtig ist und nicht nur das Wohl der Wähler*innen, die sich unterhalten lassen möchten.“, kritisiert Yannick Moormann, stellvertretender Vorsitzender der Jusos Osnabrück-Land scharf.