Jusos aus der Stadt und dem Landkreis Osnabrück unterstützen die Forderung nach einem Regionausschuss

Die Jusos Osnabrück-Stadt und Jusos Osnabrück-Land sprechen sich für den Vorschlag eines gemeinsamen Regionausschusses zwischen der Stadt Osnabrück und dem Landkreis Osnabrück aus. „Wir begrüßen den Vorschlag der Grünen aus dem Kreistag. Ein Regionausschuss kann dazu beitragen, dass eine stärkere Kommunikation beider Akteure entsteht und vielleicht so auch gegenseitige Vorurteile abgebaut werden könnten. Um die Region Osnabrück zukunftsfähig gestalten zu können, müssen wir auch als Region handeln und agieren.“, fordert Timo Spreen, Vorsitzender der Jungsozialist*innen aus der Stadt Osnabrück.

Die Jusos Osnabrück-Stadt und Osnabrück-Land fordern eine stärkere Zusammenarbeit in der Region und mehr entgegenkommen einiger Parteien im Stadtrat und Kreistag gegenüber der Idee eines Regionausschusses. „Die Aussagen von Rehme sind enttäuschend und unsolidarisch.“, sagt Claas Oltmer, Vorsitzender der Jusos Osnabrück-Land enttäuscht. „Der Landkreis und die Stadt müssen in vielen Themen stärker zusammenarbeiten und sich gemeinsam absprechen. Entscheidungen in den Gremien betreffen am Ende die Bürger*innen. Da hilft es uns nicht, wenn man sich nur auf sich selbst fokussiert“, so Oltmer. Dass ein Regionausschuss mehr Arbeit ist und ein zusätzliches Treffen für die ehrenamtlichen Ratsherren und -frauen bedeutet, sei den Jungsozialist*innen bewusst. „Dennoch sollten wir als Politik das Gemeinwohl der Bürger*innen im Blick behalten“, führt Oltmer weiter aus.

Der Stadtrat und Kreistag sollten versuchen auch politisch miteinander zu arbeiten gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden, die Stadt und Land betreffen. „Die Debatte um die Schülertickets zeigt doch, dass der anscheinend bestehende Austausch zwischen den Regionalpolitiker*innen nicht dazu führt auch gemeinsame Politik für die Region zu gestalten, sondern jeder seine eigene Kreise zieht.“, kritisiert Spreen. „Andere Organisationen und Verbände aus unserer Region haben die alten Strukturen bereits aufgebrochen und denken als gemeinsame Region. Daran könnten sich die beiden Räte ein Beispiel nehmen“, fordert Spreen. „Mehr Zusammenarbeit bedeutet auch, dass die Politik sich gemeinsam absprechen kann und so das Leben der Bürger*innen in Stadt und Land besser gestalten kann. Am Ende sind nämlich die Bürger*innen die Leidtragenden. Nicht die Politiker*innen“, merkt Spreen an.

Nach Meinung der Jungsozialist*innen würden Stadt und Landkreis gleichermaßen profitieren. „Es kann nur von beiderseitigem Interesse sein, die Zusammenarbeit zu stärken. Der Landkreis profitiert von der guten städtischen Infrastruktur der Stadt, da kann es nur fair sein, wenn die gleichen Buspreise für Stadt und Land gelten und keine Sonderregelungen getroffen werden“, so Oltmer. „Die Stadt wiederum profitiert davon, dass viele in die Stadt zum Einkaufen oder zum Arbeiten kommen. Daraus können durchaus Synergieeffekte entstehen“, führt Oltmer weiter aus.

Die beiden Vorsitzenden sind sich einig, dass in Zukunft eine gemeinsame Region politische wie wirtschaftliche Probleme lösen kann. Einen ersten Schritt in Richtung ‚Region Osnabrück‘ gehen die Jusos bereits. Im August wird sich eine Schüler*innen und Auszubildenden AG gründen, die aus Menschen von Stadt und Land bestehen wird. „Nur gemeinsam können wir die Region Osnabrück zukunftsfähig und attraktiv für junge Menschen gestalten. Wir sollten das Projekt annehmen und vermehrt als Region denken“, schließen Oltmer und Spreen ab.