Jusos Osnabrück-Stadt und Osnabrück-Land diskutieren mit Wirtschaftsminister Olaf Lies

„Europa ist mehr als Reglementierung einerseits und Förderung anderseits“ so leitet Wirtschaftsminister Olaf Lies sein Referat im Rahmen einer Podiumsdiskussion der Jungsozialisten aus Stadt und Landkreis Osnabrück im Osnabrücker Stadtteil Schinkel ein. Deutschland ist ein wichtiger Teil eines Europas der Freizügigkeit im Waren- und Personenverkehr. „500 Millionen Menschen können frei und ohne Grenzen reisen, miteinander handeln und arbeiten.“, so Lies

Aber gerade die Jugend in den Südeuropäischen Ländern profitiere nur sehr gering von diesem Europa. „So wie es in der Bildungspolitik heißt: „Man darf kein Kind zurück lassen“, so muss es auch in der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik heißen: „Man darf keinen Jugendlichen und jungen Erwachsenen zurücklassen“ so Daniel Schweer, Vorsitzender der Jusos Weser-Ems zur hohen Jungendarbeitslosigkeit in Spanien, Portugal und weiteren Südländern Europas. Angesichts des demographischen Wandels in Deutschland liege es zwar nahe, viele junge Leute von dort hierher zu holen, doch eine zu starke Abwanderung aus anderen Ländern könne dort auch zu einer Schwächung führen. „Damit würden wir durch eine zurückgehende Exportnachfrage unseren eigenen Markt schwächen“ so der Wirtschaftsminister.

Er zeigte sich weiterhin überzeugt, dass es andere Länder stärken könne, wenn diese das in Deutschland etablierte duale Ausbildungssystem mit betrieblicher Ausbildung und Berufsschule einführen. Hier schlug Tiemo Wölken, Ersatz-Kandidat zur Europawahl am 25. Mai 2014 dann auch einen Bogen zu weiteren Vorzügen Europas. Mit Erasmus+ dem Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union investiere man 14,8 Mrd. Euro für die nächsten Jahre nicht nur in den Austausch von Studierenden, sondern eben auch den von Auszubildenden. „Hiervon profitieren auch junge Auszubildende und deren Beitriebe in Osnabrück“ so Wölken.

Neben weiteren Themen, wie dem Strukturwandel in Osnabrück, den der Osnabrücker Landtagsabgeordnete Frank Henning am Beispiel des Schinkelaner Stahlwerks deutlich machte, diskutierten die jungen und junggebliebenen Genossinnen und Genossen aber auch einige interessierte Bürgerinnen und Bürger über das geplante Transatlantische Freihandelsabkommen, über Steuerflucht und gute Arbeit. Es gebe viel Gutes in Europa, so das Fazit der Veranstaltung. Vor diesem Hintergrund müsse man nicht nur die nächsten Tage bis zur Wahl am 25. Mai 2014 verstärkt nutzen, um für Europa zu begeistern, so die einhellige Meinung der Diskussionsteilnehmer.

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